Die Burg Otting entstand in der Stauferzeit im 11. -12. Jahrhundert und beherbergte über Jahrhunderte zahlreiche Rittergeschlechter. Der wohl bedeutendste und vermögendste Ritter war Seyfried von Wemding und Ritter zu Otting, der Anfang des 14. Jahrhunderts lebte. Mit Moritz Heinrich von Otting starb 1578 das Geschlecht der Ritter von Otting aus.

Die Burg wurde im 30jährigen Krieg zerstört und das heutige Schloss um 1610 neben der Burgruine erbaut.

Die Liste der Grafen und Freiherren, die SCHLOSS OTTING ihr Eigen nannten, ist lang: der Vorfahre des Hitler-Attentäters Graf von Stauffenberg, Wilhelm Schenk von Stauffenberg lebte hier mit seiner Gemahlin Margarete von 1651 bis 1664. Margarete heiratete nach seinem Tode Franz Joseph Frh. von Freyberg. Dieser erbaute eine kleine Kapelle für ein Schnitzbild der „Mater dolorosa“, das aus der Ruine der Burgkapelle gerettet wurde, und seitdem ein bekanntes Wallfahrtsziel ist.

1692 heiratet ihre Tochter Maria Anna von Freyberg den Freiherren Johann Karl von Westernach, der durch die Heirat Hofmarkherr in Otting wurde. 1761 übernahm Ludwig Späth von Zwiefalten den Besitz von SCHLOSS OTTING. Nach vier Jahren wurde es ihm vom Freiherren Karl von Rehlingen abgekauft. 1816 kam mit Freiherrn Friedrich von Schönfeld, einem Halbbruder des Königs Maximilian dem I. von Bayern, das Schloss wieder in feste Hände. Als Kriegsheld ernannte ihn 1817 der bayerische König zum Grafen von Otting und Fünfstetten. Sein Sohn Maximilian Joseph Graf von Otting und Fünfstetten verkaufte Schloss Otting 1848 an den Fabrikbesitzer Oskar Kürzel aus München. Nach 1904 erwarben und bewirtschafteten verschiedene Privatpersonen das Schloss. So gab es von 1917 bis 1921 eine Schloss-Brauerei und ein Forsthaus, bevor das Schloss nach dem 2. Weltkrieg als Gaststättenbetrieb genutzt wurde und bis heute zum Teil als privates Wohnhaus dient.

Der Hauptteil von Schloss Otting steht heute Gästen als Hotel mit Seeterrasse und Schloss-Cafe sowie als besondere Eventlocation zur Verfügung unter dem Motto:Alte Substanz kann nur erhalten werden, wenn Leben darin einzieht.“

Schloss Otting 1904
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